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Vorausrüstfahrzeug

Das Vorausrüstfahrzeug (VRF-A) ist bei der Feuerwehr Pfarrwerfen ein unverzichtbarer Teil eines jedenEinsatzes geworden.

Egal ob bei technischen Einsätzen als Hilfs- und Rettungsfahrzeug oder bei Brandeinsätzenals Einsatzleitfahrzeug, der kompakte Sprinter von Mercedes findet überall Verwendung.

Das Vorausfahrzeugbildet zusammen mit dem Tanklöschfahrzeug den technischen Zug.

Daten:
Marke Mercedes Sprinter 416 CDI
Leistung 115 kW/156 PS
Baujahr 2001
Aufbau Feuerwehrtechnik Seiwald (Oberalm)

 

 

In diesem Beitrag werden die größeren Sonderausrüstungen des Vorausrüstfahrzeuges genauer erklärt, um die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeugs darzustellen.

Das Vorausrüstfahrzeug (kz.Voraus) wurde vom Landesfeuerwehrverband Salzburg bei uns in Pfarrwerfen stationiert, Grund dafür ist der Zuständigkeitsbereich auf der A10 (Tauernautobahn) von der Abfahrt Pass Lueg (im Norden, Gemeindegebiet von Werfen) bis kurz nach dem Reittunnel (im Süden, Gemeindegebiet von Hüttau), in diesem Bereich befindet sich die Tunnelgruppe Werfen (Brentenberg-, Zetzenberg-, Hiefler- und Reittunnel) wodurch unser Voraus auch für den Einsatz in Tunnels konzipiert wurde.

Die Geräte:
Atemschutzgerät (Auer BD96)
Motorseilwinde (Zollner)
Hydraulisches Rettungsgerät (Weber)
Polylöschanlage (Lenzing)

Atemschutzgerät (Auer BD96)

Laut Verordnung des Feuerwehrverbandes Salzburg muss in einem Tunneleinsatzfahrzeug für jeden Sitzplatz ein Atemschutzgerät griffbereit eingebaut sein.

Das Atemschutzgerät besteht aus einer Trageplatte auf der 2 300bar Atemluftflaschen mit einem Fassungsvermögen von 6,8l montiert sind, einem Manometer und einem Lungenautomaten der die Luftzufuhr zur Atemschutzmaske sicherstellt.

Zur Berechnung der verbleibenden Arbeitszeit unter Verwendung des Atemschutzgerätes dient die Formel: Füllmengeder Flasche (2x6,8l) x Flaschendruck (300bar) / Benötigter Atemluft pro min.(40l) = Arbeitszeit (90min)

Bei einem mittelschweren Feuerwehreinsatz geht man von 40l benötigter Atemluft pro min aus.

Motorseilwinde (Zollern)

Die Motorseilwinde besteht aus einer aufgesetzten Stiehl Motorsäge (Antrieb) einem Seilkorb (zum Schutz und zur kompakten Lagerung des Stahlseils) und einem 60m Stahlseil.

Trotz des geringen Gewichts (17kg ohne Seil und Korb) und dem eher schwachen Antrieb von 4-5PS ist eine maximale Zugkraft von 1700 kg gewähleistet.

Vor allem die Mobilität und die Einfachheit dieses Gerätes machen es für den Einsatz im unwegsamen Gelände zum idealen Arbeitsgerät

Hydraulisches Rettungsgerät

Eine weitere unverzichtbare Ausstattung, des kleinen kompakten Rüstfahrzeugs ist das Rettungsgerät von Weber. Wir verwenden 2 Hydraulik Aggregate mit je 2 Schlauchhaspeln was uns ermöglicht mit allen 4 Rettungsgeräten (Spreizer, Schere, Pedalschneider und Rettungszylinder) gleichzeitig zu arbeiten und so die Schlagkraft bei technischen Einsätzen mit eingeklemmten Personen um ein vielfaches erhöht wird.

Dennoch ist hier Vorsicht geboten, da mit einem toxischen Hydrauliköl mit einem Nenndruck von 700bar gearbeitet wird und schon kleinste Löcher im Hydraulikschlauch zu schwerwiegenden Verletzungen führen.

Verwendet werden:

Spreizer SP40 (710mm Spreizweg)
Schere S180 (185mm Öffnungsweite)
Pedalschneider S30 (33mm Öffnungsweite)
Rettungszylinder RZT2- 1370 (720mm Hubweg)

Polylöschanlage (Lenzing)

Die Löschanlage mit 300l Inhalt dient zum Löschen kleinerer Brände von festen und flüssigen Stoffen.

Sie besteht aus einem Löschwasserbehälter, einer Druckgasflasche und einem Armaturenkasten.

Das Löschwasser wird mit Hilfe des Drucks aus der Druckgasflasche befördert womit der Einbau eines Motors entfällt, somit können bis zu 115l/min befördert werden.

Bei einem größeren Bedarf an Löschmittel ist es auch möglich die Anlage extern zu speisen.

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