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Baureportage

Ein modernes, den Anforderungen gerechtes Feuerwehrhaus war ein langgehegter Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen.

Im Jahr 2007 wurde dieser Traum Wirklichkeit und das neu errichtete Gebäude an der Werfenwenger Landesstraße konnte bezogen werden. Bevor es allerdings soweit war, musste erst ein Standort gefunden, ein Architektenwettbewerb durchgeführt und anschließend das Gebäude errichtet werden.

Ende des Jahres 2005 wurden im Rahmen eines Architektenwettbewerbs sieben Architekten eingeladen, ihre Projekte für die Errichtung der drei Gebäude einzureichen. 

Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr wurde in der Mitte der drei Objekte situiert, zwischen dem Nahversorger und dem Feuerwehrhaus entstand ein Übungshof, der dominante Schlauchturm kann neben der Trocknung der Schläuche zudem für Übungszwecke, wie Anleitern oder Abseilen verwendet werden. 

Eine hohe Funktionalität der Räume und kurze, übersichtliche Wege für den Einsatzfall zeichnen das Innere des Feuerwehrhauses aus. 

Im Erdgeschoß befinden sich vier Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, eine Einsatzgarderobe, Werkstatt, Lagerräume und eine große Waschhalle. 

Im Obergeschoß können der Schulungs- und der Kameradschaftsraum dank einer mobilen Trennwand zu einem größeren Raum zusammengeschlossen werden.

Am 19. Februar 2007 wurde zum Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen geladen. Bürgermeister Simon Illmer, Architekt Mag. Werner Schmid, Bmstr. Alois Spreitz, Sebastian Gschwandtner (Bau- und Recyclinghof), Richard Mitteregger (Sägewerk Mitteregger), Vize-Bürgermeister Johann Georg Höllbacher, BFK Christof Unterkofler, Heinz Hafner und Robert Lottermoser (Feuerwehr), Baumeister Ing. Johann Rettenbacher und Martin Bergmüller (Feuerwehr) führten symbolisch die ersten Arbeiten auf der Baustelle durch.

BAUBEGINN

Anfang März 2007 - rund ein Monat früher als geplant - wurde mit den Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus begonnen. 

Das gesamte Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen wurde cirka 70 Zentimeter gegenüber dem ursprünglichen Niveau angehoben. Grund dafür war der Gefahrenzonenplan der Wildbach- und Lawinenverbauung, welcher den Grundstücksbereich durch den in der Nähe verlaufenden Wengerbach in der gelben Gefahrenzone ausweist. Für die Anhebung wurde das ganze Gelände mit Baggermaterial aus der Salzach, welches im Zuge der Bauarbeiten des Kraftwerks Werfen/Pfarrwerfen anfiel, aufgefüllt. Dadurch konnte spezielles Material eingespart und erneut eine Kostenreduktion erreicht werden.

Die Grundrisse der Räumlichkeiten im Untergeschoß Fahrzeughalle, Waschhalle, Einsatzgarderobe, Wartungs- und Instandhaltungsräume, Bereitschaftsraum, Funkraum, Büro, Lagerräume, Haustechnik, Räume für die sanitären Anlagen konnte man bereits rund drei Wochen nach Baubeginn erkennen. In den folgenden Wochen wurden das Außen- und tragende Mauerwerk sowie das nichttrangende Mauerwerk errichtet. Anfang Mai wurden die Betonierungsarbeiten der Zwischendecke abgeschlossen.

Am 22. Mai 2007 waren sowohl das Dach geschlossen, als auch die Betonarbeiten am Dach selbst beendet. In weiterer Folge begannen die Abdichtarbeiten, welche zügig weitergeführt wurden

Bereits am 13. Juni 2007 rund drei Monate nach Baubeginn - war der Rohbau des Feuerwehrhauses sehr weit fortgeschritten. Zu diesem Zeitpunkt wurde mit dem Bau des Schlauch- und Übungsturms begonnen und dieser 11,5 Meter in die Höhe gezogen. Noch bevor das Gerüst des Schlauch- und Übungsturms entfernt wurde, erhielt dieser den endgültigen roten Anstrich.

Am 28. Juni 2007 wurde der Schlauch- und Übungsturm fertiggestellt und somit der höchste Punkt des Feuerwehrhauses erreicht. Ein Firstbaum, sowie eine entsprechende Firstfeier durften dabei natürlich nicht fehlen.

Ab Anfang Oktober wurde Seite für Seite am endgültigen Aussehen der neuen Zeugstätte der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen gearbeitet. Der Außenbereich nahm Form an und die Bauarbeiten fanden mit den Asphaltierungsarbeiten am 22. Oktober langsam seinen Abschluss.

Am 13. Juni 2007 starteten die Intensivarbeiten an der Haustechnik durch die Firma Josef Rieder Haustechnik (Heizung und Sanitär), sowie die Firma Schartner Elektro (Elektrotechnik). 

Mit der Ausführung der Arbeiten am Fliesenboden in der Fahrzeughalle wurde Anfang September begonnen. Die Seitenwände der Waschhalle waren zu diesem Zeitpunkt bereits weitestgehend verfliest, auch die WC- und Waschräume im Erdgeschoß, sowie die Sanitäranlagen im Obergeschoß waren fertig. Ein grauer Boden und weiße Wandfliesen, die durch einen roten Streifen unterbrochen sind, ziehen sich durch das gesamte Feuerwehrhaus hindurch.

Endgültig abgeschlossen werden konnten die Innenausbauten Ende November 2007. Zu diesem Zeitpunkt fand auch die Abnahme des gesamten Bauwerks statt.

Die Ausschreibungen, sowie die Vergaben der Inneneinrichtungsarbeiten erfolgten durch die Freiwillige Feuerwehr Pfarrwerfen selbst. Während die Kosten der Ausstattung der Funktionsräume von der Gemeinde übernommen wurden, finanzierte die Freiwillige Feuerwehr Pfarrwerfen die Einrichtung im Obergeschoß - Tische, Sessel, Küche -, sowie die Einrichtung des Bereitschaftsraums und die Gestaltung des Ausstellungsbereichs im Erdgeschoß aus der Kameradschaftskasse selbst.

Räumlichkeiten

Schulungs-/Aufenthaltsraum:

Sowohl der 67 m² große Schulungsraum, als auch der 76 m² große Aufenthaltsraum, in dem sich auch eine modern ausgestattete Küche befindet, bieten jeweils für cirka 45 Personen Platz. Dank einer mobilen Trennwand, die bei Bedarf entfernt werden kann, können auch größere Zusammentreffen mit bis zu 100 Personen durchgeführt werden. Der Schulungsraum ist mit Beamer, Flip-Chart, Internet-Anschluss, etc. technisch modernst ausgestattet.

Funkraum:

Der 13 m² große Funkraum bietet durch die Fensterfront einen direkten

Blick in die Fahrzeughalle. Die Ausstattung ist am neuesten Stand der Technik. Zwei Funkplätze und die Telefonzentrale beziehungsweise die Ausstattung für einen stillen Alarm, ebenso die Haustechnik, sowie die Haussprechanlage befinden sich im Funkraum. Die einsatzwesentlichen Geräte, wie Funk, Notbeleuchtung, etc., sind zudem bei Stromausfall über Akkus versorgt, sodass eine Aufrechterhaltung dieser jederzeit gewährleistet ist.

Ausstellungsbereich:

Direkt neben dem Haupteingang befindet sich ein Ausstellungsbereich. Hier werden eine Fahne aus dem Jahr 1903, welche nach wie vor Verwendung findet und bislang auch die einzige der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen ist, sowie alte Ausrüstungsgegenstände, wie zum Beispiel eine Pumpe aus dem Jahr 1927, als Schaustücke präsentiert.

Einsatzgarderobe:

Die Einsatzgarderobe der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen hat eine Größe von 89 m² und bietet Platz für 56 Personen. Extraräume sind sowohl für die Feuerwehrjugend, als auch für eventuell zukünftige weibliche Mitglieder bereits eingeplant.

Feuerwehrjugend:

Nach langem hin und her entschieden wir uns Ende 2011 eine Feuerwehrjugendgruppe zu gründen, um den Nachbestand der aktiven Einsatzmannschaft zu sichern.

Im Februar 2012 begannen 10 Buben und 3 Mädchen mit der Ausbildung bzw. dem Übungsbetrieb und wurden offiziell zur Florianifeier, am 29.04.2012 angelobt.

Derzeit zählt unsere Jugend 15 Mitglieder, davon 10 Burschen und 5 Mädchen.

Schlauchturm:

Der 11,5 Meter hohe Schlauchturm wird nicht nur für die Schlauch-trocknung, sondern auch für Übungszwecke verwendet. Menschenrettung über verschiedene Leitern, Atemschutzübungen, etc. können hier durchgeführt werden. Ein vollautomatischer Schlauchaufzug sorgt für eine einfachere Aufhängung der nassen Schläuche zur Trocknung.

Fahrzeughalle/ Waschhalle:

306 m² umfassen die Fahrzeug- und Waschhalle inklusive diverser kleinerer, direkt angeschlossener Lagerräume. In der Fahrzeughalle stehen vier Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge und diverse kleine Funktionsräume für Schlauchpflege- und lager, Schmiermittel, etc. zur Verfügung.

Schließsystem/ Schranken:

Nicht, wie gewöhnlich, mit Schlüsseln, sondern mit einem Zutrittsystem auf Magnetdatenträgern wird den Mitgliedern der Eintritt in die neue Zeugstätte gewährt. Vorteil dabei ist, dass bestimmte Türen für einzelne Gruppen definierbar sind und dadurch nicht für jedermann betretbar sind. Weiters kann bei Verlust der Karte der entsprechende Kartencode einfach gelöscht werden und es müssen nicht die gesamten Schlösser erneuert werden.

Der Schranken, welcher immer geschlossen ist und durch die Magnetkarte geöffnet werden kann, sowie der Haupteingang werden bei einer Alarmierung automatisch geöffnet. Auch das Licht im Gebäude wird im Zuge einer Alarmierung automatisch eingeschaltet.

Einweihungsfest

Mit einem zweitägigen Einweihungs- und Eröffnungsfest wurde am Samstag, dem 28. Juni 2008, das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen offiziell eingeweiht. Nach dem Aufmarsch der Vereine und diverser Festansprachen folgte die Segnung des Gebäudes durch den Diakon MMag. Ralf Peter und die offizielle Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Simon Illmer. 

Unter den anwesenden Gästen konnten unter anderem die Gemeindevertretung von Pfarrwerfen, der Architekt, der Fachplaner, der Bauleiter, diverse Firmenvertreter, Nachbarn, die Fahnenmutter Rosa Wurm mit Gatten, sowie die Ortsvereine begrüßt werden. 

Im Anschluss an den offiziellen Teil folgte ein großer Zapfenstreich, der Dämmerschoppen und der Bieranstich durch Bürgermeister Simon Illmer.

Am Sonntag, dem 29. Juni 2008, wurde die Eröffnung gefeiert. Nach dem Festmarsch zum Petra-Kronberger-Platz, wo der Festgottesdienst stattfand, marschierten die Ortsvereine mit Defilierung beim alten Feuerwehrhaus zum Frühschoppen zum neuen Feuerwehrhaus. Auch an diesem Tag konnte unter anderen mit dem, Landeshauptmann-Stv. Dr. Wilfried Haslauer, Landesfeuerwehrkommandant LBD Anton Brandauer, Bezirksfeuerwehrkommandant LBD-Stv. Cristof Unterkofler, Bezirkspolizeikommandant Obstlt. Josef Nothdurfter, Bürgermeister Simon Illmer, Vzbgm. Johann Georg Höllbacher und Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Guntram Maier viel Prominenz begrüßt werden. 

Ebenso anwesend waren die Feuerwehren des Salzachpongaus (Abschnitt 2), die Ortsvereine, das Rote Kreuz Werfen, sowie die Wasserrettung Bischofshofen.

Im Zuge der Einweihungs- bzw. Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Feuerwehrhauses überreichten der Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Bischofshofen, Direktor Peter Rohrmoser, sowie der Leiter der Filiale Pfarrwerfen, Herbert Gfrerer, dem Ortsfeuerwehrkommandanten Robert Lottermoser einen Scheck in Höhe von € 2.000,-. 

Eine Geldspende in der Höhe von 1.000,- Euro überreichte Landesrat Walter Blachfellner der Freiwilligen Feuerwehr Pfarrwerfen. 

In besonderer Weise unterstützt die Pfarrwerfener Firma J. Meissl GmbH - Schlosserei, Schirmbar und Sonnenschutzkonzepte die Freiwillige Feuerwehr Pfarrwerfen. Als sogenannter „feuerwehrfreundlicher Betrieb“ ermöglicht die Firma J. Meissl derzeit den sechs dort beschäftigten Feuerwehrmitgliedern jederzeit ein unkompliziertes Verlassen des Arbeitsplatzes im Alarmfall. 

 

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