Am Freitag konnte die Feuerwehr Pfarrwerfen ein neues Voraus-Rüstfahrzeug in Dienst stellen. Damit ist bereits die dritte Generation dieses Typs in Pfarrwerfen im Einsatz.

Die erste Generation, noch auf Puch G aufgebaut, wurde ab Beginn der 80er Jahre eingesetzt, um bei den immer häufiger werdenden Verkehrsunfällen auf der Autobahn und vor allem in den Tunnelanlagen effektiv helfen zu können. Doch die Fahrzeuge waren den schnell steigenden Anforderungen schon bald nicht mehr gewachsen. Ende der 90er wurde daher die zweite Generation, aufgebaut auf dem wesentlich größeren Mercedes Sprinter, in Dienst gestellt. Die Ausrüstung war nun wesentlich umfangreicher und umfasste unter anderem zusätzlich eine Poly-Löschanlage.

Mit der dritten Generation sind die Abmessungen nun wieder leicht gewachsen. Anstatt des Kasten- besitzt das Fahrzeug nun einen Kofferaufbau. So konnten die teilweise sehr engen Platzverhältnisse in den Geräteräumen der vorherigen Generation und die Gewichtsverteilung erheblich verbessert werden. Außerdem ist das Voraus-Rüstfahrzeug nun mit einer zeitgemäßen LED-Beleuchtung ausgestattet. Diese leuchtet die Einsatzstelle nicht nur wesentlich besser aus, sie ist auch so energiesparend, dass sie rein über die Fahrzeug-Lichtmaschine betrieben werden kann. Somit ist kein zusätzlicher Generator notwendig, was den Lärmpegel an der Einsatzstelle enorm reduziert.
Die Beladung des Fahrzeuges wurde ebenfalls optimiert: So ergänzt nun eine Wärmebildkamera die Ausrüstung, ebenso eine faltbare Auffangwanne, eine Teleskopleiter und zusätzliches Unterbaumaterial. Auch die Rettungsausrüstung wurde zeitgemäß um eine leistungsstarke Pendelhubsäge und ein Akku-Kombigerät ergänzt. Beide kommen nicht nur beim Verkehrsunfall parallel zum Hydraulischen Rettungssatz zum Einsatz, sondern sind durch ihre hohe Mobilität auch abseits der Straße – z.B. in Gebäuden – schnell einsatzbereit.
Die Poly-Löschanlage wurde aus dem Vorgängerfahrzeugen entnommen und im neuen wieder verbaut, wodurch Kosten gespart werden konnten. Diese trägt übrigens zu 100% der Landesfeuerwehrverband Salzburg, weshalb für die Gemeinde Pfarrwerfen keine finanzielle Belastung durch das neue Fahrzeug entsteht.

Für die Mitglieder der Feuerwehr Pfarrwerfen folgen in den nächsten Tagen zahlreiche Einschulungen und Übungen auf und mit dem neuen Fahrzeug.

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