Was die letzten Wochen – coronabedingt – in kleinen Übungen mit kleinen Gruppen geprobt wurde, galt es nun in einem realitätsnahen Szenario in die Tat umzusetzen.

30 Mitglieder beteiligten sich an der Übung, die Ortsfeuerwehrkommandant a.D. Martin Bergmüller sen. mit Gruppenkommandant Josef Laner ausgearbeitet hatte. Angenommen wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen, die nach einer Kollision über eine Böschung gestürzt sind. Im Fahrzeug, das auf dem Dach lag, war dabei der Fahrer kopfüber eingeklemmt; im Fahrzeug, das auf der Seite lag, war ebenfalls der Fahrer und zusätzlich ein Kleinkind im Kindersitz eingeschlossen.

Während die Mannschaft des Vorausfahrzeugs die Person aus dem am Dach liegenden PKW befreite, kümmerte sich die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges zuerst um das Kleinkind im Kindersitz. Dieses konnte mitsamt dem Sitz über die Tür gerettet werden. Die Befreiung des Fahrers gestaltete sich wegen der Hanglage aber schwieriger. Der PKW musste aufwändig gesichert werden, bevor das Dach abgetrennt und zur Seite geklappt werden konnte. Erst so entstand genug Platz, um den Fahrer mit der Schaufeltrage zu retten. Bei der Übung wurden sämtliche Geräte zur technischen Hilfeleistung, die die Feuerwehr Pfarrwerfen besitzt, verwendet. Angefangen von der Rettungsplattform, über das neue Fahrzeugstabilisierungssystem, den Greifzug und das hydraulische Rettungsgerät bis hin zur neuen Reciprosäge.

Zusätzlich noch – unabhängig vom eigentlichen Szenario – die Gelegenheit genutzt, um die Praxistauglichkeit einer neuen Saugstelle zu testen. Dazu wurde von Pumpe Pfarrwerfen eine gut 300 Meter lange Zubringerleitung zum Übungsort gelegt.