Im Zuge einer landesweiten Aktion wurden nun auch die Atemschutzgeräte der Feuerwehr Pfarrwerfen auf das Überdrucksystem umgerüstet. Um die Atemschutzgeräteträger mit dem neuen System vertraut zu machen, wurde auch gleich der corona-bedingt aufgeschobene ÖFAST nachgeholt.

Das Überdrucksystem gilt international als Stand der Technik im Bereich des umluftunabhängigen Atemschutzes und wurde in den vergangenen zwei Jahren nun auch flächendeckend im Bundesland Salzburg eingeführt. Dazu mussten einige wesentliche Komponenten der Atemschutzgeräte ersetzt werden. Auch neue Atemschutzmasken kommen zum Einsatz.
Im Gegensatz zum bisherigen System herrscht beim Überdrucksystem - wie der Name schon sagt - immer ein geringer Überdruck in der Atemschutzmaske, was mehrere Vorteile bietet. Zum einen wird so das Eindringen von Rauchgasen bei kleinen Undichtigkeiten verhindert, wie sie z.B. bei schnellen Kopfbewegungen kurzzeitig entstehen können, zum anderen ist die Maske immer mit Frischluft gespült, was ein Anlaufen der Scheiben verhindert. Ein positiver Nebeneffekt ist auch das etwas einfachere Atmen bei extremer Anstrengung, da nicht mit jedem Atemzug erst der Lungenautomat geöffnet werden muss.

Um die Kameraden in das neue System einzuführen wurde der corona-bedingt mehrfach verschobene ÖFAST - der österreichische Feuerwehr Atemschutz-Test - durchgeführt; ein Hindernisparcour, der von jedem Atemschutzgeräteträger einmal im Jahr als Fitnesstest in einer vorgegebnene Zeit absolviert werden muss.