Waldbrand nach Blitzschlag in Werfenweng: Aufmerksame Zeugen und Regen verhindern Schlimmeres

Bei den Unwettern am Sonntag Abend geriet in steilem Gelände oberhalb der Grundalm in Werfenweng ein Baum durch Blitzschlag in Brand. Der Vorfall wurde von Bewohnern des Anton-Proksch-Hauses beobachtet und gemeldet. Ihrer Aufmerksamkeit und dem einsetzenden Regen ist es wohl zu verdanken, dass sich der Brand nicht weiter ausbreiten konnte. Für die Feuerwehren gestaltete sich der Einsatz jedoch schwierig: Nach einer langen Anfahrt über schmale Forststraßen musste die gesamte Ausrüstung von der Straße bis zum Brandobjekt rund 120 Höhenmeter in extrem steilem Gelände nach oben getragen werden.

Die Feuerwehr Werfenweng wurde um 21:03 Uhr alarmiert. Nachdem der Brandort lokalisiert werden konnte stand fest, dass dieser nicht so ohne Weiteres erreichbar sein würde. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Werfenweng erhöhte daher auf Alarmstufe 3, wodurch auch die Feuerwehren Pfarrwerfen und Werfen alarmiert wurden.

Die Feuerwehren fuhren die mit drei wasserführenden Fahrzeugen so nahe wie möglich an die Einsatzstelle heran. Da in der Nähe der Einsatzstelle keine Wasserentnahmestelle verfügbar ist, wurde gleizeitig eine Saugstelle an einem Brunnen errichtet, von der aus bei Bedarf ein Pendelverkehr hätte eingerichtet werden können.

Nachdem das Brandobjekt endlich erreicht worden war, führten die Feuerwehren erste Löschmaßnahmen mit tragbaren Feuerlöschern durch. Parallel dazu wurde eine Löschleitung bis zum Brandobjekt gelegt. Mit Hilfe dieser Leitung konnte das Feuer dann rasch eingedämmt und unter Kontrolle gebracht werden. Aufgrund des Regens hatte sich der Brand nur im unmittelbaren Bereich um dem Baum ausgebreitet.

Die Wärmebildkamera zeigte jedoch, dass innerhalb des Baums noch hohe Temperaturen herrschen. Der Baum wurde daher gefällt, um endgültig abgelöscht werden zu können.

Gegen 00:30 Uhr konnten dann alle Kräfte wieder einrücken. Die von der Feuerwehr St. Johann angeforderte Waldbrandausrüstung wurde nicht mehr benötigt.

Der Brand war nur einer von insgesamt drei im Pongau, die vom selben Unwetter ausgelöst wurden. Die beiden anderen Brände fanden auf Gemeindegebiet von Hüttau statt.

Eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Werfenweng mit 34 Mitgliedern und 3 Fahrzeugen
Feuerwehr Pfarrwerfen mit 30 Mitgliedern und 3 Fahrzeugen
Feuerwehr Werfen mit 18 Mitgliedern und 3 Fahrzeugen
Feuerwehr St. Johann
Bezirksfeuerwehrkommandant
Rotes Kreuz mit 2 Mitgliedern und 1 Fahrzeug

Einsatzleiter: OBI Hans-Peter Webersberger, Feuerwehr Werfenweng